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Doppelstandards: Gießen

In Gießen bot unsere Demokratie am 29. November 2025 ein Possessivdemokratiespektakel der besonders neunormalen Art. Über Parteien, Gewerkschaften und GONGOS mit öffentlichen Geldern finanzierte Radikale lieferten sich Straßenschlachten mit der mit öffentlichen Geldern finanzierten Polizei, worüber der mit öffentlichen Geldern finanzierte ÖRR bekannt lückenhaft und damit propagandistisch im Sinne unserer Demokratie berichtete. Wer von all dem nichts hat, ist der Bürger, der diese öffentlichen Gelder zur Verfügung stellt – mithin die absolute Mehrheit in diesem Lande.

Was war passiert? Der Hitlerjugend sollte an diesem Tag wiederauferstehen, so las man es allenthalben von den Gutenden in grotesk vergleichender Verharmlosung, die jedoch völlig in Ordnung ist, solange die Richtigen verharmlosen und relativieren. Die dürfen das und müssen sich nicht im Bademantel gewandet bereits um 6 Uhr morgens für die sonst obligate Hausdurchsuchung bereit halten. Sie dürfen sogar die freie Presse angreifen, Gewalt gegen gewählte Abgeordnete ausüben und Sachbeschädigung im massivem Umfang begehen – für den ÖRR bleibt das ein friedlicher Protest.

Was war wirklich passiert? In Gießen sollte sich eine Jugendorganisation der AfD neu gründen. Das kann man bedenklich finden. Man kann aber auch bedenklich finden, wenn dagegen teils in SA-Manier vorgegangen wird. Ich hab mit den Vergleichen ja nicht angefangen. Das waren Soja-Sören und Problempony-Annika. Polizeigewalt gab es natürlich auch. Hier war sie jedoch zu kritisieren im Gegensatz zu Querdenkerdemos. Da musste das sein. Auch wenn dort keine Politiker und freie Presse angegriffen wurden. So weit so New Normal.

Ein paar Impressionen, die zwischen skurril, besorgt, belustigt und kopfschüttelnd changieren. Ich beginne mit der Staatsmacht. Die weiß immer, wo die Bösen sind, die man mit Gewalt bekämpfen muss.

Die Antifa wird das nach der Coronakrise wohl kaum negieren können. Da war sie schließlich größte Unterstützerin von Staatsmacht und Konzernen und es ist ja klar, dass die Antifa sich mit so einem moralischen Korporatismus solidarisch bündelt.

Wenn die Demonstranten aus Gießen jetzt noch kapierten, dass der kostenlose und nebenwirkungsfreie Schutz vor dem sicheren Erstickungstod eigentlich ein Angriff mit Biowaffen war und wir bereits im Krieg sind, hätten wir noch eine Chance, das aufzuhalten, also nicht. Das würde ja dem eigenen Verhalten der letzten Jahre komplett widersprechen. Und was will man schon von einer Linken erwarten, die zu dieser Handarbeit (!) aufruft und sie nachträglich goutiert, aber einen Blackrock-Mann zum Kanzler macht, ein gigantisches Schuldenpaket zur Umverteilung nach oben an Rüstungsoligarchen und korrupte Politiker ermöglicht und es nicht einmal schafft, einen drohenden Genozid deutlich zu verurteilen.

Stattdessen greift man lieber gewählte Abgeordnete des Deutschen Bundestags an oder aber die freie Presse und verweigert jede Kommunikation. Ein Rückfall in Zeit vor der Aufklärung wäre eine wohlwollende Umschreibung, die dem Ausmaß des gewaltvollen aber wenig gehaltvollen Irrsinns kaum gerecht würde.

Man mag sich gar nicht vorstellen, was in dieser Republik los wäre, wenn unsere maßnahmenkritischen Demonstrationen in der Coronazeit trotz wirklicher und gegenwärtiger Bedrohung von Leib und Leben nicht so friedlich gewesen wären, sondern nur ein Bruchteil dieser Bilder entstanden wäre. Aber so waren das offensichtlich alles ganz normale und friedliche Bilder. Der Angriff auf den Journalisten Maximilian Tichy ging wohl von einem Aufruf direkt von der DGB-Bühne aus und wird offensichtlich von deren Ordnern mit zumindest nicht offensichtlich ablehnenden Blicken begleitet.

Ich erinnere noch einmal an meinen Artikel über das Bundesverfassungsgericht und deren ehemalige Richterin Dr. Susanne Baer, die eine große Gefahr darin sieht, dass das Bundesverfassungsgericht interessengeleitet wohl von der AfD besetzt werden könnte und dann zuerst die freie Presse verboten würde. Na dann ist ja bislang noch alles gut…

Bei der Tagesschau erfährt man von all dem und noch viel mehr an Bildern und Vorfällen natürlich nichts. Das könnte ja einen Teil der vor sich hindösenden Zuseher in einen unruhigen Schlaf versetzen.

Schlimmer noch wird durch das ausgewählte Bildmaterial suggeriert, dass die Polizei die Straße gesperrt hat, während es Menschenmassen auf einer wohl eher nicht angezeigten und zur Verfügung gestellten Versammlungsfläche waren oder Radikale, die sich gefährliche Eingriffe in den Straßenverkehr leisteten, indem sie Fahrbahnen mit Baustämmen und anderem blockierte.

Zum Abschluss noch mein Highlight vom eigentlichen Ereignis. Dort stellte sich jemand zur Wahl, der so offensichtlich eine Rolle spielte, dass man auf den ersten Blick durch die groteske Überzeichnung erkennen konnte, dass dies unmöglich ernst gemeint sein konnte, sondern eher eine Verhöhnung der ihren Wahltag ernst nehmenden Anwesenden.

Ich konnte mir diesen Auftritt nicht in Gänze anschauen, weil ich ihn nicht besonders gelungen fand. Die Reaktionen auf diesen offensichtlichen Fake jedoch, die habe ich mir sehr gerne angeschaut und herzhaft gelacht. Man mag es sich nicht vorstellen, wie viele, die sich für aufgeklärt halten, dies ernst nahmen und meinten, dies kommentieren zu müssen. Besonders lustig ist das, wenn es sich um „Antifaschisten“ handelt, die hier den neuen Hitler am Redepult sahen, während in der AfD-Jugend direkt gefragt wurde, ob er ein V-Mann sei. Stellvertretend für wirklich sehr viele abschließend dazu ein paar Bilder.

Wer meine Arbeit honorieren möchte, findet unter diesem Link ein paar Möglichkeiten zur Unterstützung zur Auswahl. Vielen Dank!
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