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Freiheit im grünen Totalitarismus

Am 29. Mai 2026 hielt Franziska Brantner, Bundesvorsitzende der Partei „Die Grünen“ auf dem grünen „IM/PULS – FORUM FÜR ZUKUNFT“ im smartvillage Berlin (selbst die Smart City scheint wohl noch zu viele Möglichkeiten zu bieten) einen Impulsvortrag zum neuen Freiheitsverständnis der Grünen. Wer etwas Vorkenntnisse mitbringt, könnte darin einen Schritt in Richtung „Unsere Gemeinsame Agenda“ der Vereinten Nationen (UN) erkennen, an deren Ende eine totalitäre Welt steht. Drunter macht man es im 21. Jahrhundert nicht mehr. Es muss dieses Mal gleich der gesamte Planet für ein totalitäres Regime herhalten.

Die Kernaussage ihrer Impuls-Rede „Frei sind wir nur als wir“ wurde im Anschluss im Netz geteilt, weil sie von vielen als orwellsche Umkehr empfunden wurde. Die kollektivistische Umkehr des im Grundgesetz angelegten individuellen Freiheitsbegriffs lautet bei den Grünen in offener, gleichwohl aber nicht vom Verfassungsschutz beobachteter Verfassungsfeindlichkeit nun: „Niemand ist frei allein, frei sind wir nur als wir.“

Man darf diese Veranstaltung nebst den Aussagen nicht unterschätzen. Dabei wird den Fußtruppen der Grünen die Marschrichtung vorgegeben und in die Köpfe gehämmert. Dies geschieht unter Zuhilfenahme zahlreicher, im Mainstream noch renommierter Unterstützer, die sich bereits in der Realität als Akteure der Unfreiheit und des Krieges erwiesen. Genau dieser Realitätsabgleich muss geleistet werden, wenn man die wirkliche Bedeutung verstehen und sich nicht einlullen lassen will. Denn wenn man sich das einfach so anhört, würde ein Großteil der Bürger dieses Landes wohl zustimmen, wie der folgende Ausschnitt beispielhaft zeigt:

Global, wir waren es, die an die Näherinnen in Bangladesch erinnert haben, gegenüber den nächsten künftigen Generationen, deren gleiche Freiheit nicht durch unser heutiges Handeln eingeschränkt werden darf. Und daran möchte ich wieder anknüpfen. Was heißt das heute? Heute heißt es, oben begrenzen und unten bis tief in die Mitte ermöglichen. Anders ist Freiheit heute nicht mehr zu haben. Und oben begrenzen heißt härter vorgehen gegen die vererbte Plutokratie, gegen Monopole, Oligopole, Konzerne, die ihre Marktmacht missbrauchen, gegen enorme Vermögen, die über Generationen weitergegeben werden, ohne dass die Gesellschaft etwas davon hat.“ (ab Minute 9:10)

Wohlfeile Worte. Man sollte sich ansehen, was sie in der Realität bedeuten. Der kollektivistische Freiheitsbegriff der deutschen Diktaturen, der sich von der nun gewählten Formulierung inhaltlich nicht groß unterscheidet, liegt vielleicht zu weit zurück, um sich zu erinnern. Das beste Beispiel liefern daher die Coronakrise und der Ukrainekrieg, zumindest für Menschen, die diese bewusst erlebt haben.

Quelle: https://www.rtl.de/cms/janosch-dahmen-gruene-mehr-freiheiten-fuer-geimpfte-keine-gefahr-mehr-4802828.html

In beiden Krisen haben die Grünen als eifrigste Verfechter das genaue Gegenteil von dem gemacht, was sie behaupten. Die Ärmsten der Armen wurden ausgebeutet. Hunderte Millionen Menschen mehr als vor der Coronakrise wurden in Hunger und Flucht getrieben. Hierzulande ließen sich Grüne in ihren Gärten im Homeoffice mit allerlei Dienstleistungen von denen versorgen, die eigentlich ihre Kinder zu Hause unterrichten sollten, aber dies auch nicht leisten hätten können, weil das Geld für die benötigten elektronischen Geräte fehlte und auch der Rückzugsort zum Lernen schwer zu finden ist, wenn man in einer 2-Zimmer-Wohnung mit vier oder fünf Menschen lebt. Es war Klassismus in Reinform. Rücksichtslos haben die Grünen diese Zustände mit am Vehementesten gefordert und dabei Geld an Oligarchen und deren Konzern hochgeschaufelt wie noch nie in der Geschichte. Es waren maßgeblich die Grünen, die die härtesten Coronamaßnahmen wollten. Es ist kein Wunder, dass als Sprecher zum IM/PULS-Forum mit Prof. Armin Nassehi und Prof. Frauke Brosius-Gersdorf auch einige der härtesten Maßnahmenverfechter eingeladen wurden. 

Ebenso verhält es sich mit dem Ukrainekrieg, den kaum eine andere Partei so vehement fordert wie die Grünen. Als Unterstützer hatten sie dafür Prof. Carlo Masala im Programm, der zwar mit so ziemlich allem falsch lag, was die Prognosen zum Krieg und der vermeintlichen russischen Schwäche anbelangt, aber eine ähnliche Unterstützung für die wahren Ziele liefert. Wenn man diese Ziele verfolgt, kann man bis an die Spitze der UN hochfallen. Denn das scheint ja alles im Sinne der Agenda zu sein, auch wenn diese vermeintlich das Gegenteil verheißt.

Quelle: https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/baerbock-haelt-nachteile-fuer-ungeimpfte-fuer-legitim-17463944.html

Der Impulsvortrag beginnt mit einer rührenden Anekdote, die Brantner zur Evidenz hochbläst, die das zwar eigentlich nicht zeigen kann, wie man in der Coronakrise stets verbeschieden wurde, die dies aber gleichwohl zeigt. Wie die Impfschäden halt. Man braucht wohl doch nicht für alles Studien, was man in der Realität sehen und erleben kann. Frau Brantner erzählt von einer Schulklasse, in der sie die Schüler gefragt hat, ob sie glauben, dass es ihnen einmal besser gehe als ihren Eltern. Nur zwei von dreißig Schülern hoben die Hand. 

„Und keine Statistik, kein Trendreport der Soziologen trifft es so, den Zustand dieses Landes, wie diese zwei Hände in diesem Klassenzimmer. Es sind 15-Jährige und sie glauben nicht, dass es besser wird oder haben gar Angst davor, dass es schlechter wird. Warum? Klimakrise, Kriege, wirtschaftlicher Abschwung, Niedergang, keine Ahnung, ob ich meinen Job habe oder nur die KI kann mir eh nichts leisten, die Nazis übernehmen. Das ist ja auch ganz schön viel.“ (ab Minute 1:07)

Ja das ist viel. Zu viel für Kinder und Jugendliche, zumal es sich um auch von den Grünen selbst geschaffene Krisen handelt oder um Normalitäten, die von ihnen zu Krisen aufgebläht werden. Ganz im Sinne der Agenda, die dies als „Polykrise“ bezeichnet und totalitäre Lösungen dafür bereit hält. Ganz nebenbei wurde am gleichen Wochenende – und rechtzeitig zum Start des Pride Month –  Robert Habeck zum großen Spiegel-Interview in den Admiralpalast geladen, was mir ebenfalls als angemessener Veranstaltungsort erscheint. Die zeitliche Parallelität wird sicherlich nur Zufall gewesen sein. 

Warum sind wir aber in einer solch verfahrenen Situation von selbst gemachten „Pandemien“, Kriegen und einer angeblich menschengemachten und steuerbaren Klimakrise? Die wirtschaftliche Krise läge schon mal nicht an den Energiepreisen, meint Brantner, obwohl nachweislich die Versorgung von sicherer und günstiger Energie mit Wohlstand zusammenhängt. Nein, das alles reiche tiefer. Die Menschen hätten kein Ziel vor Augen.

„Eine Gesellschaft bewegt sich nicht, weil sie muss, sondern eine Gesellschaft bewegt sich, weil sie will. Und sie braucht dafür ein gemeinsames Ziel, für das sich eben die Anstrengung lohnt.“ (Minute 3:30)

Nur gut, dass es „Unsere Gemeinsame Agenda“ gibt, die Brantner freilich nicht erwähnt, die aber vorgibt, was Gesellschaften wollen sollen. Ebenfalls gut ist es, dass zu dieser Thematik das Buch „Die digitale Weltkontrolle“ von Jakob Nordangård dank der Arbeit von Etica Media auf Deutsch verfügbar ist. Die Lektüre ist dringend zu empfehlen, wenn man verstehen will, wohin aus Sicht der Mächtigen die Reise gehen soll und wie sie dies verkaufen. Ich habe das Buch am Wochenende gelesen, bevor ich Brantners Rede gehört habe. Ich denke, sie hätte vorher nicht dieselbe Wirkung  auf mich gehabt, die mich auch Zeit für diesen Text investieren ließ, der eigentlich eine Werbung für Nordengårds Buch, ja geradezu ein Lesebefehl ist. Als Appetithappen greife ich zwei Beispiele heraus: 

Brantner beschwört den Wert der Bildung herauf – nachdem auch die Grünen Kindern in der Coronakrise über Jahre diese Möglichkeit erschwert oder gleich ganz genommen haben:

„Und unten bis tief in die Mitte ermöglichen (Anm.: im Vergleich zum „oben begrenzen“ – siehe Zitat oben) heißt Bildung, Bildung, Bildung. Bildung, die trägt. Bildung ist so eine zentrale Grundlage der Freiheit und zwar nicht nur im Sinne von „habe ich einen Job danach“, sondern im Sinne von mündiger Bürger. Und ja, das Schulgebäude ist wichtig, darüber haben wir viel gesprochen, aber es braucht vor allem Menschen, die einen bilden und Bildung ermöglichen. Und ich finde, dass wir bei allen Abwägungen, die wir treffen werden müssen, hier eine Priorität setzen müssen für die Bildung.“ (Minute 10:13)

Jakob Nordengård schreibt in seinem Buch unter der Überschrift „Der Jugend zuhören und mit ihr zusammenarbeiten“ ab Seite 183: 

Das UN Youth Office hat außerdem die Aufgabe, die globalen Ziele und das Pariser Abkommen auf nationaler und regionaler Ebene in leichter zu verarbeitende Handlungsaufforderungen für junge Menschen zu übertragen. Diese Methode dient dazu, die Agenda schon früh im Leben fest zu verankern. Niemand soll zurückgelassen werden.“ 

Auch für die nicht mehr frühzeitig mit dem gewünschten Narrativ Inokkulierten hat Brantner ein Rezept parat: Bürgerbeteilung – konkret in Form von Bürgerräten:

„Und Demokratie braucht Orte, an denen Menschen miteinander entscheiden, auch zwischen den Wahlen. Bürgerräte sind ein solcher Ort. Zufällig gelost, ein Spiegel unserer Gesellschaft. Der Erzieher sitzt neben der Anwältin, der Student neben der Professorin, neben der Rentnerin. Menschen, die sich sonst wahrscheinlich nie begegnen würden, außer in der Familie, die man vielleicht nicht immer so gerne hat, ringen miteinander um eine Frage und finden eine Antwort, die man wahrscheinlich alleine nicht hätte finden können.“ (ab Minute 24:02)

Im Buch „Die digitale Weltkontrolle“ liest sich das dann so: „Die Bürger sollten stärker am Prozess beteiligt werden, während zugleich ihre Handlungen und Meinungen analysiert werden.“ (S. 142). Wie ein solches Bürgerbeteiligungsverfahren aussieht, das Zustimmung zur Agenda erzeugen soll, folgt auf Seite 147: „Die verschiedenen Themen wurden von externen Experten präsentiert, die auch während der Konferenzen als Beitragende vertreten waren. Dieser Ablauf trug natürlich dazu bei, das Forum in die von der Kommission gewünschte Richtung zu lenken.“

Weiter soll an dieser Stelle nicht auf den Vortrag eingegangen werden, auch wenn der Vortrag noch hinreichend Aufreger und Skurriles böte. So ist es äußerst infam, dass Brantner sich erdreistet, Hannah Arendt als Zeugin zu berufen. Ehrlich hingegen ist es schon wieder, wenn sie Therese Krupp als Vorbild heranzieht. Nahezu pervers erscheint es, wenn der Kampf gegen die Einsamkeit eines er wichtigsten Projekte sein soll. Nach der bewussten und grundlosen Vereinsamung in der Coronakrise und – ebenfalls in der Rede – dem Plan, auch noch die Familien weiter zu torpedieren. Frauen soll mit Kampfbegriffen wie „TradWife“ die Wahlfreiheit genommen werden, aber sie sollen sich, so das grüne Wolkenkukuksheim, abends an Bahnhöfen sicherer fühlen. Der Grund, warum sie sich denn seit Jahren immer unsicherer fühlen könnten, wird nicht benannt.

Es gäbe auch noch so viel mit dem Buch abzugleichen. Am Interessantesten dürfte der Blick auf die globalen Gemeingüter sein. Wie die Grünen die geplante Tokenisierung von allem, was wir sehen und damit eine noch weit größere Umverteilung nach oben als jemals zuvor, verhindern wollen, wird nirgendwo erwähnt. Vielleicht ist das ja auch schlichtweg nicht das Ziel, auch wenn naive Unterstützer wirklich glauben, genau dafür anzutreten. Gleiches dürfte für das Ziel gelten, eine „eigene“ KI zu schaffen, um das Spiel nicht bösen Oligarchen zu überlassen. Die Gefahr, dass diese „eigene“ KI einer totalitären EU gehört und mit allem anderen verbunden wird, thematisiert Brantner lieber nicht. Das könnte dann doch erhebliche Teile der Bevölkerung verunsichern, wo man doch nur vorübergehende Zustimmung für die Umsetzung braucht – bis man genau dadurch irgendwann überhaupt keine Zustimmung mehr braucht, weil alle totalüberwacht im digitalen Gefängnis sitzen. 

Vielleicht empfiehlt es sich, den Vortrag zwei Mal zu hören und dazwischen das Buch zu lesen, um in sich selbst hineinzuhören, ob man eine andere Wahrnehmung hat. Ich kann mich schließlich, im Gegensatz zu durchschnittlichen Grünen, die stets im Besitz der absoluten Wahrheit sind, auch täuschen.

Mein Fazit: Die Grünen wollen mit dem Begriff „Freiheit“ ins Rennen gehen um den Menschen die totalitäre UN-Agenda schmackhaft zu machen. Der Begriff „Freiheit“ kommt in der halbstündigen Rede 50 Mal vor. Ein weiteres Mal wird die Umdeutung von Freiheit für eine kollektivistische Agenda genutzt. Das ist brantnergefährlich. 

Dem Realitätscheck werden die Grünen trotz aller gut hörbaren Worte nicht gerecht. Brantner meint zwar, Freiheit brauche Gleichheit (Minute 7:46). Ihr Freiheitsverständnis wurde in der Coronakrise mit der grundlosen Ausgrenzung der nicht mit genetischen Impfstoffen Transfizierten (von GMOs auch „Ungeimpfte“ genannt) deutlich sichtbar. 

Es passt ins Bild und wird ihre indoktrinierte Anhängerschaft sicherlich mitnehmen. Man sollte sich also nicht wundern, wenn künftig Heerscharen von Grünen – entsprechend eingenordet – ausschwärmen und ganz im Sinne der transhumanistischen Agenda skandieren: „Our body, our choice!“

Wer mich bei meiner Arbeit unterstützen möchte, findet unter diesem Link ein paar Möglichkeiten zur Auswahl. Vielen Dank!

(Titelbild: Screenshot aus dem eingangs verlinkten Impulsvortrag)