Bekannte Persönlichkeiten aus Politik und Wissenschaft und auch ein paar bekannte Fachfremde werben auf der Seite München impft, die bis zu meinem Hinweis noch die Desinformation verbreitete, durch eine „Impfung“ mit genetischen Impfstoffen ließe sich eine Herdenimmunität erreichen.
Es ist ein erstaunlicher Vorgang. Bekannte und einstmals teils renommierte Akteure wärmen eine Kampagne aus der Hochzeit des Impfdrucks auf, zu der jede noch so hanebüchene Desinformation unangefochten stehen bleiben konnte. Im Jahr 2026 sieht sich die TUM München gehalten, auf den Hinweis eines medizinischen Laien, ihre Kampagne ohne Tranparenzhinweis zu ändern und die bereits vor Jahren widerlegte Behauptung der Herdenimmunität durch eine andere Behauptung zu ersetzen. Diese ist zwar noch immer völlig unzulänglich. Gleichwohl ist das als Fortschritt zu werten.
Nachfolgend soll noch einmal dokumentiert werden, wer sich im Jahr 2026 noch immer mit seinem Gesicht oder dem Rennommee seiner Institution hinter die folgende Aussage stellte:
„Über die Herdenimmunität schützen Sie auch diejenigen, die aus spezifischen Gründen nicht geimpft werden können.“
Es ist nicht einzige bedenkliche Aussage hinter dieser Kampagne, aber eine, die bereits vor einem halben Jahrzehnt so deutlich widerlegt wurde wie kaum eine andere. Umso mehr verwundert es, dass das laut Impressum verantwortliche TUM Klinikum sich hierfür zur Verfügung stellt. Dieses beschreibt sich in seinem Internetauftritt wie folgt:
„Das TUM Klinikum Rechts der Isar ist das Universitätsklinikum der Technischen Universität München (TUM). Diese zählt zu den Exzellenz-Universitäten Deutschlands und zu den besten Universitäten Europas.“
Gerade diese Exzellenz-Universität wirbt mit einer Aussage, die vollkommen antiaufklärerisch ist und bereits 2021 nicht wissenschaftlich vertreten werden konnte, da zu keinem Zeitpunkt nachgewiesen wurde, dass die sog. Impfung eine sterile Immunität vermittelt. Derartige Behauptungen wurden durch die Realität für jeden sichtbar widerlegt. Das PEI selbst musste bereits mitten in der Spritzkampagne zurückrudern, weil sich dies nicht aufrecht erhalten ließ, wie ich in meinem letzten Artikel berichtet habe. Nun schreiben wir das Jahr 2026. Sich noch immer hinter eine derartige Kampagne zu stellen und eine solche überhaupt aufzusetzen, lässt tief blicken. In einem ersten Artikel zur Kampagne „München impft“ habe ich bereits einige Beteiligte vorgestellt. Dies soll dieser Artikel um die laut Internetauftritt „Partner und Unterstützende“ vertiefen.
Neudeutsch nennt man derartige Unterstützer, die mit ihrem Gesicht und ihrem Namen für eine solche Kampagne bzw. ein Produkt werben, Influencer. Im Jahr 2021 wurde für solche Influencer in den sozialen Medien das Kofferwort „Impfluencer“ gebildet, auch wenn die „Impfung“ mit genetischen Impfstoffen, für die sie warben, im eigentlichen Sinn keine ist, sondern eine Transfektion, ein gentechnisches Verfahren.
Aus den USA wurde jüngst bekannt, dass solche Impfluencer mit hoher Reichweite für ihre Kampagnen bezahlt wurden, was erklärt, weshalb sich Fachfremde befleißigt sahen für etwas zu werben, von dem sie keine Ahnung hatten und weshalb ihnen auch die Falschinformationen und Widersprüche nicht auffielen bzw. nicht auffallen wollten. Auch hierzulande gab es Werbekampagnen mit bekannten Persönlichkeiten.
Erstaunlich an der Kampagne „München impft“ ist, dass sich überwiegend Fachleute, Wissenschaftler und Fachpolitiker mit Aussagen zur Verfügung stellten, die auch Pharmareferenten von sich geben könnten. Im Folgenden sollen daher diese „Partner und Unterstützer“ festgehalten werden.

Beatrix Zurek ist Gesundheitsreferentin der Landeshauptstadt München und Schirmherrin der Initiative „München impft“. Sie fiel in der Coronakrise dadurch auf, dass sie sich auf das verließ, was das RKI nach außen kommunizierte – ohne erkennbar eigene Fachexpertise aufzubauen und offensichtlich ohne den Willen hinter die Kulissen zu blicken. Spätestens seit der Veröffentlichung der RKI-Protokolle kann man sagen, dass sie mit dieser Vorgehensweise zuverlässig falsch lag. Sie äußert sich im Rahmen der Kampagne wie folgt:
„Ich unterstütze ‚München impft‘, weil ich seit jeher von der Wirksamkeit und Wichtigkeit des Impfens überzeugt bin und wir mit der Kampagne, zusammen mit erfahrenen Partner*innen, wissenschaftlich begleitet neue Wege beschreiten können, um die Impfbereitschaft weiter zu steigern und so einen möglichst guten Impfschutz für die Münchner*innen zu erreichen.“
Ein Teil der folgenden Aussagen ist nicht nur deshalb bedenklich, weil sie teilweise von Experten kommen, sondern auch, weil sie gefährlich sind. So kann man im Jahr 2026 keinesfalls mehr den Eindruck erwecken, dass die genetischen Impfstoffe wirksam, sicher und nebenwirkungsarm seien und einen Fremdschutz vermitteln. Gleichwohl behaupten gerade Letzteres die Meisten der Unterstützer.
„Als Mediziner und Wissenschaftler weiß ich: Offizielle Impfempfehlungen basieren auf intensiver Forschung und gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnissen. Deshalb lasse ich mich impfen – zum Schutz für mich und für andere.“ (Prof. Dr. med. Dr. h.c. Matthias H. Tschöp, Präsident der Ludwig-Maximilians-Universität)
„Ich unterstütze ‚München impft‘, weil ich meine Familie, meine Patientinnen und mich schützen möchte!“ (Prof. Dr. med. Marion Kiechle, Direktorin der Frauenklinik und Poliklinik am TUM Klinikum)
„Ich unterstütze ‚München impft‘, weil wir durch eine Impfung uns selbst und unsere Mitmenschen schützen können. Moderne Impfungen sind sicher und gut verträglich – und schützen vor lebensbedrohlichen Gesundheitssituationen.“ (Prof. Dr. Stephanie E. Combs, Direktorin der Klinik und Poliklinik für Radioonkologie und Strahlentherapie am TUM Klinikum, Dekanin der School of Medicine and Health der TUM)
„Ich unterstütze ‚München impft‘, weil Impfen bedeutet, Verantwortung zu übernehmen – für die eigene Gesundheit und für unsere Mitmenschen.“ (Prof. Dr. Monika Schnitzer, Professorin für Volkswirtschaftslehre an der LMU und Vorsitzende des Sachverständigenrat Wirtschaft)
„Impfen heißt, gezielt das eigene Immunsystem zu aktivieren, das dann für uns arbeitet. Für mich ist Impfen eine der größten Erfolgsgeschichten der Medizin: In den letzten 50 Jahren hat Impfen jedes Jahr mehr als 3 Millionen Menschenleben gerettet. Diesen Erfolg müssen wir fortsetzen.“ (Prof. Dr. Ulrike Protzer, Direktorin des Instituts für Virologie an der Technischen Universität München (TUM) / Helmholtz Munich)
„Eine Impfung ist eine einfache und wirksame Möglichkeit, sich selbst und andere vor schweren Atemwegsinfektionen zu schützen. Deshalb empfehle ich die Impfungen gegen Grippe, COVID-19 und RSV. Impfen schützt. Mich. Dich. München.“ (Dr. Martin Siess, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des TUM Klinikums)
„Frei entscheiden. Gemeinsam schützen – mich und andere.“ (Prof. Dr. Christian Schulz, Stv. Klinikdirektor Medizinische Klinik und Poliklinik 2, LMU Klinikum)
„Ich unterstütze die Initiative ‚München impft‘, weil ich von der Wirksamkeit und Sicherheit von Impfungen absolut überzeugt bin. Impfungen sind eine der größten Errungenschaften der Medizin und schützen einzelne Personen, die Gesellschaft und natürlich auch mich wirksam.“ (Prof. Dr. Christoph D. Spinner, Leitender Oberarzt Infektiologie, TUM Klinikum)
„Impfungen schützen vor schweren Krankheitsverläufen. Wer sich impfen lässt, schützt nicht nur sich selbst, sondern übernimmt auch Verantwortung für Menschen, die aufgrund von Vorerkrankungen besonders gefährdet sind.“ (Dr. Jürgen Barton, Oberarzt, Pneumologischer Leiter Lungentransplantation, LMU Klinikum
„Die Grippe ist keine harmlose Erkältung. Wer sich impfen lässt, schützt nicht nur sich selbst, sondern auch die Menschen um sich herum.“ (Dominik Krause, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt München)
„Schützende Impfungen mit hochentwickelten Wirkstoffen sind eine herausragende medizinische Errungenschaft unserer Zeit. Sie bewahren – insbesondere vulnerable Personen – vor schwerwiegenden Erkrankungen und retten Leben. “MÜNCHEN IMPFT“ – nutzen Sie die Angebote. Lassen Sie sich beraten und rechtzeitig impfen.“ (Verena Dietl, 3. Bürgermeisterin der Landeshauptstadt München)
„Mir ist wichtig, dass die Menschen in München gut informiert und gut geschützt in den Herbst gehen. Die Grippe wird schnell unterschätzt. Dabei kann ein rechtzeitiger Impfschutz helfen, sich selbst zu schützen und zugleich Verantwortung für andere zu übernehmen. Gerade vor dem Oktoberfest zeigt Vorsorge auch: Wir passen aufeinander auf.“ (Prof. Klaus Holetschek, Vorsitzender der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag, Staatsminister für Gesundheit, Pflege und Prävention a.D.)
„Wir alle wollen gesund bleiben, die Zeit der Atemwegserkrankungen steht vor der Türe. Impfungen schützen vor drohenden schweren Krankheitsverläufen. Das Risiko möchte ich als über 60-Jähriger nicht eingehen. Darum lasse ich mich gegen Influenza impfen.“ (Andreas Jäckel, Mitglied des Bayerischen Landtags)
„Gesundheitsvorsorge beginnt mit guter Aufklärung und gelebter Prävention. Gerade bei Influenza, COVID-19 und RSV können Impfungen dazu beitragen, schwere Krankheitsverläufe zu verhindern und damit insbesondere Säuglinge, kleine Kinder, ältere Menschen sowie Menschen mit Vorerkrankungen zu schützen. Deshalb ist es wichtig, sich zu informieren, den Impfstatus im Blick zu behalten, fehlende Impfungen nachzuholen und Verantwortung für sich und andere zu übernehmen.“ (Judith Gerlach, Gesundheits- und Präventionsministerin Bayerns)
„Ich unterstütze „München impft“, weil ich als Arzt und Gesundheitspolitiker von der Wichtigkeit des Impfens überzeugt bin – so schützen wir die Schwächsten in unserer Gesellschaft.“ (Prof. Dr. Hans Theiss, MdB)
„Ich unterstütze ‚München impft‘, weil Prävention die beste Medizin ist. Krankheiten von vornherein zu vermeiden, ist immer sinnvoller, als sie später aufwändig behandeln zu müssen.“ (Prof. Dr. Thomas F. Hofmann, Präsident der Technischen Universität München (TUM)
„Wir am LMU Klinikum sind in der Grippesaison nicht nur besonders ansteckungsgefährdet, wir können auch zur Ansteckungsquelle für unsere Patienten werden. Um die schwächsten und vulnerabelsten in unserer Gesellschaft zu schützen lassen wir uns regelmäßig impfen. Zu uns ins LMU Klinikum kommen die Menschen um wieder gesund zu werden, nicht um von Experten in Pflege und Ärzteschaft angesteckt zu werden. Deshalb unterstützen wir alle ‚München impft‘ aus vollem Herzen.“ (Prof. Dr. med. Markus M. Lerch, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender, LMU Klinikum)
„Ziel meines ärztlichen Handelns ist es, nicht zu schaden. Darum lasse ich mich impfen.“ (Prof. Dr. Julia Mayerle, Direktorin Med. Klinik und Poliklinik II, LMU Klinikum, Prodekanin der Medizinische Fakultät der LMU)
„Ein funktionierendes Krisenmanagement setzt auf Prävention, bevor die Krise spürbar wird. Jede Impfung in diesem Herbst und Winter schützt nicht nur die eigene Gesundheit, sondern entlastet direkt unsere Kliniken, den Rettungsdienst und die gesamte kritische Infrastruktur unserer Stadt.“ (Wolfgang Schäuble, Leiter Krisenstab Corona der Landeshauptstadt München und Leiter der Feuerwehr München)
„Gute Gesundheit beginnt mit guter Information. Als Chefredakteur liegt mir daran, dass Menschen Zugang zu verlässlichen, wissenschaftlich fundierten Informationen haben, um informierte Entscheidungen für ihre Gesundheit treffen zu können. Die Aufklärung über Atemwegsinfektionen und Möglichkeiten der Vorsorge ist dafür ein wichtiger Baustein.“ (Sebastian Arbinger, Chefredakteur, Mediengruppe Münchner Merkur tz)
Anmerkung hierzu: Ich habe die Coronakrise in erster Linie als Medienkrise beschrieben. Hätten Journalisten ihren Job gemacht, wäre der Spuk zu Ende gewesen, bevor diese verheerende Spritzkampagne überhaupt starten hätte können. Die Leitmedien haben jedoch versagt und machen sich hier erneut mit der Exekutive und den Herstellern gemein in einer groß angelegten Werbekampagne für ein bedenkliches Pharmaprodukt. Statt verlässlicher Information wird dieses weiter mit Desinformation beworben. Das ist bezeichnend.
Zudem findet sich auf der Seite eine Prinzessin Ursula von Bayern mit folgender Aussage ein:
„Impfungen gehören zu den größten Errungenschaften in der Geschichte der Medizin. Sie helfen dabei, gefährliche Krankheiten nahezu auszurotten und retten Millionen Menschen das Leben. Umso wichtiger ist, den eigenen Impfschutz immer aktuell zu halten!“
Welche Expertise Prinzessin Ursula zur Wirkung von Impfstoffen mitbringt und warum sie als Unterstützerin fungiert, ist nicht bekannt. Falls sie denkt, Corona durch eine Transfektion ausrotten zu können, wäre das jedenfalls ein durchaus erstaunlicher Ansatz.
Bekannt sind hingegen zwei andere Experten für Impfstoffe, der Soziologe Armin Nassehi und der Physiker Harald Lesch:
„Kampagnen gehen oft auf Kosten anderer. Impfkampagnen nicht. Deshalb: Lasst Euch impfen, denn Impfungen schützen nicht nur Euch selbst, sondern auch andere, vor allem Schwächere. Ich tu’s.“ (Prof. Dr. Armin Nassehi, Soziologe und Vizepräsident der LMU München)
Ja, diese Kampagne geht auf Kosten anderer, nämlich aller Krankenkassen-Beitragszahler, die die Krankheitslasten nach der Spritze auffangen müssen. Sie geht aber in erster Linie zu Lasten der Opfer und ihrer Angehörigen und Hinterbliebenen. Es ist aber nichts Neues, das sich Armin Nassehi im Rahmen von Kampagnen engagiert, die zu Lasten anderer gehen. In der Coronakrise wurde er nicht gerade bekannt dadurch, dass er als Soziologe eine Linie vertrat, die die Schwächsten der Gesellschaft schützte, die von den Maßnahmen am Härtesten betroffen waren. Dies scheint ihm jedenfalls im Nachgang so unangenehm zu sein, dass er sein Twitterprofil um die Posts aus dieser Zeit bereinigt hat. Es bleibt abzuwarten, wie lange er dafür noch bei der sog. Impfung braucht.
Zu guter Letzt haben wir noch Harald Lesch, der im Duett mit Alena Buyx (ebenfalls TUM) deren groteske Ahnungslosigkeit bei Markus Lanz kopfnickend bestätigte, als diese sich dahingehend einließ, dass es sich bei den genetischen Impfstoffen um ein elegantes Verfahren handle, bei dem in kurzer Zeit alles abgebaut werde und überhaupt nicht mehr nachweisbar sei. Diese gefährliche Desinformation wurde ihr in der Sitzung der Enquete-Kommission vom 3. November 2025 vorgehalten. Ihre lapidare Antwort war, dass dies eine Einschätzung ihrerseits gewesen sei.
„Ich lasse mich seit 25 Jahren regelmäßig vorsorglich impfen, weil ich weiß, dass es hilft.“ (Prof. Dr. Harald Lesch, Professor für Astrophysik (LMU) und Naturphilosophie (Hochschule für Philosophie München)
Bis heute ist keine Äußerung des Bedauerns von Herrn Lesch oder Frau Buyx bekannt, dass man noch nach Jahren Spikes im Blut von Opfern vorfindet und sogar ungeborenes Leben und Säuglinge von diesem eleganten Verfahren in Mitleidenschaft gezogen werden. Man spritzt einfach weiter nach dem Motto: Langzeitfolgen sieht man erst später, aber sie sind eigentlich keine Langzeitfolgen, sondern Schäden, die sofort eintreten, die wir aber trotz aller Offensichtlichkeit erst später zur Kenntnis nehmen. Bis dahin kann noch verdient werden.
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