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Los Wochos #1

Was habe ich mich geärgert, dass ich die Coronazeit, in der ich auf Twitter gelebt habe, nicht besser dokumentiert habe. Also mehr im Kontext, was so alles dicht gedrängt stattfand. Es ist alles nur schnipselhaft und ich dachte, ich hätte das Beste verpasst. Dabei scheinen die erst jetzt so richtig aufzudrehen. Digitales Zentralbankgeld, social-credit-System und digitale ID stehen vor der Tür und damit sie das in Ruhe umsetzen können, zerstreuen sie unsere Aufmerksamkeit davor mit dem hanebüchensten Empörungsmanagement, das man sich nur wünschen kann. Hurra. Ich versuche es also erneut, natürlich unvollständig. Ich hab ja auch noch Familie und Arbeit und meinen sonstigen Aktivismus. Aber wenn ich Bock hab – und grad hab ich Bock – dann schreib ich ein klein Textlein von kurzer Lesedauer (pro Zeile). Und weil diese Wochenschau mit den Bauernprotesten und einer Burgerbraterei beginnt, nenn ich meine ganz nachhaltig und gesund #LosWochos.

Montag, 8.1.24

Großer Tag: Bauernproteste. In München sehr undurchsichtig. Die Versammlung organisiert der Bauernverband. Es ist – zumindest lokal – keine Bewegung von unten. Daneben gibt es noch eine Versammlung von „Kinder stehen auf“. Warum auch immer. Habe ich mir nicht näher angesehen, weil ich es weder verstehe noch gut finde, dass ein „fremder“ Protest okkupiert wird. Muss man denn überall dabei sein? Ich bin froh, dass mal andere auf die Straße gehen. Was ich jedoch nicht verstehe: Warum denn ausgerechnet der Bauernverband? Warum machen sich alle auf einmal wieder gemein mit der Union? Bernd wird dabei speiübel. Ja Bernd. Mir auch.

Das sind die, deretwegen wir während Corona auf die Straße gegangen sind und auch für den Frieden. Und auch die Freien Wähler sind da wohl gelitten? Da müsste sich erstmal noch ein Protest von unten formieren, der einen größeren Blickwinkel hat. Ich bin mir nicht sicher, ob den alle mitbringen, oder ob der Protest befriedet wird, wenn die 2 öffentlich bekanntesten Hauptforderungen, die Streichung der Subventionen, rückgängig gemacht werden. Zu befürchten ist es. Ein Einwurf:

“Der Bauernprotest war umwerfend! Die Straßen wurden geflutet von Menschen, die für eine Wertschätzung und den Erhalt kleinerer, regionaler Strukturen auf die Straße gingen, dafür, dass Bauern von ihrer Arbeit leben können, aber auch für eine artgerechte Tierhaltung, für sauberes Trinkwasser ohne Pestizid- und Nitratrückstände, für eine ausgewogene Relation von Flächen und Tierbestand, gegen eine Patentierung von Leben und Gemeingut beim Saatgut, für den Abbau schädlicher Subventionen, für eine ökologische Landwirtschaft ohne Einsatz chemisch-synthetischer Gifte, damit jeder die Wahl hat, ob er ohne diese Gifte leben will, was aktuell nicht der Fall ist, weil sie sich überall wiederfinden, für Gentechnikfreiheit auf dem Feld, damit man nicht irgendwann gezwungen ist, etwas in seinen Körper zu bringen, was man nicht will…

Dann bin ich leider von meinem Nickerchen aufgewacht und habe die Ankündigung für München gesehen und jetzt gehe ich vielleicht doch hin, weil mich interessiert, was diese ganzen Lobbyisten und Funktionäre zu sagen haben.”

Natürlich sind jetzt auch die Bauern Nazis. Laaaaangweilig. Aber schön, dass wieder ein paar Millionen mehr entdecken, wie dämlich Politik und Leitmedien agieren und über Nacht Millionen Menschen zu Nazis schreiben, weil sie selbst inhaltlich nackt dastehen.

Schön aufgegriffen von Kilez More, der Olaf Sundermeyer mit Nikolai Binner unterlegt, was dem Interview einen authentischen Glanz verleiht:

Der Grüne Bundestagsabgeordnete Karl Bär kann gar nicht versehen, warum er ausgebuht wird, wo er die Bauern doch so lobt (sic!). Da sieht man gleich die Haltung. Da stehen erwachsene Menschen vor ihm, die arbeiten, wenn es noch dunkel ist und erst aufhören, wenn es schon längst wieder dunkel ist und er wundert sich warum sie nicht in Jubelarien ausbrechen, weil er sie lobt, dass sie sich von Rechten distanzieren, die seine Partei mit Hilfe der Medien überhaupt erst zu Rechten machte. Irre. Inhaltlich bin ich sogar mehr bei der Vorstellung einer Landwirtschaft, wie sie Karl Bär hat, aber was die da abziehen, geht ja wirklich auf keine Kuhhaut.

Stabil ansonsten wie immer: Marco Bülow. Schafft das auch um einiges kürzer als ich.

Nebenbei: Wer mal Lust hat, zu kontrollieren, ob der Hass auf X seit der Übernahme durch Musk von rechts kommt: Nope. Er kommt nach wie vor vor allem von Seiten, der Wokeria, der Posthörner, der klassischen Anhänger der Grünen in ideologischer Realitätsverweigerung. Unter diesem Post mal wieder beispielhaft nachzulesen, aber auch vollkommen unwichtig.

Was sonst noch los war? Baerbock gibt Kampfjets für Saudiarabien frei.

Habeck tritt ein weiteres Mal pathetisch mit einem Video auf Twitter auf, wo er sich vor Jahren bereits verabschiedet hat, um nur noch zu senden, ohne sich Kommentare oder neuerdings CommunityNotes einhandeln zu müssen. Ich höre mir das normalerweise nicht an, aber weil ich ein so schönes Gedicht auf seinen Fährvorfall geschrieben hatte, mache ich eine Ausnahme. Ganz habe ich es aber nicht geschafft.

“Ist mir mittlerweile eigentlich egal, was die reden, aber ich habe wegen der #Bauernproteste eine Ausnahme gemacht. Ich konnte es jedoch nicht bis zu Ende anhören. Es ist – wie zu erwarten – die reinste Propaganda. Die Analyse zur Rolle des Bauernverbands, zum Höfesterben, zum “Wachse-oder-weiche” ist meines Erachtens richtig. Ein immer größer immer mehr und das Schielen auf den Weltmarkt ist in diesem Bereich aus meiner Sicht ein verhängnisvoller Fokus. Aber alles, was danach kommt, ist Orwell pur. Nicht die Menschen auf der Straße sind eine Gefahr für die Demokratie. Deren Zerstörer sitzen ganz woanders. Die Ampel und gerade die Grünen sind verantwortlich für die aktuellen Verhältnisse. Die Union mag gegen den Haushalt geklagt haben, aber auf den Sinn, die Milliarden, die wir an andere Länder, Rüstungs- und Pharmakonzerne und deren Oligarchen verschenken, kommt keiner. Dann scheint es gewollt zu sein. Dann dient man aber nicht den Bürgern, sondern anderen Interessen. Die Ampel ist trotz aller Verwefungen und Verfehlungen der Merkel-Regierung an die Regierung einer sehr starken Volkswirtschaft gekommen. Was hätte sie daran gehindert, milliardenschwere Vorhaben zum Wohle der Bürger durchzuführen. Stattdessen haben sie sich dazu entschieden, Billionenwerte zu vernichten oder nach oben umzuverteilen. Mittlerweile wissen immer mehr, wie solche Reden einzuordnen sind und wo die wahren Extremisten sitzen.”

So habe ich es – ergänzt durch einen anderen Kommentator – aufgegriffen.

Kommt der Habeck von der Hallig,
warten dort die Bauern gallig.
Statt sich ihrer Wut zu stellen,
flüchtet Habeck in die Wellen.
In Schlüttsiel sitzt er auf der Fähre,
obwohl er gern im Bettchen wäre.

So schippert er noch tagelang
von Ost nach West am Watt entlang.
Fand keinen Steg und keinen Hafen
wo ihn nicht die Bauern trafen.
ˋs gelang ihm endlich doch die Landung
auf Westerland, bei hoher Brandung,
auf einer alten Krabbenjolle
verkleidet in des Fischers Rolle.

Es geht um #Habeck, wer’s nicht las,
der seinen Mut an Bord vergaß.
Die #Bauern lassen ihn nicht heim,
wo alle #DankeRobert schrein.
Die Fanbase scheint hier draußen kleiner,
es scheint, er ist nicht deren einer.
Obwohl Frau Völkerrecht ihn disst,
dass er dort aufgewachsen ist.

Und ich war mit dem Dichten nicht allein. Anna Vero Wendland:

Ich habe mich übrigens an Weihnachten sehr über ein Gedicht auf mich gefreut, dass der Barde Höllner Franz veröffentlichte und mit dem ich mich in einem illustren Kreis von Bürgerrechtlern wiederfinde:

Neben Welfen gibt es Wittelsbacher,
neben Braunschweig gibt es München.
Da ist man nun deutlich wacher,
er stand auf als sie uns wollten lynchen.

&er steht dort weiterhin, sie hab’n nicht im Konjunktiv gehetzt,
ohne Aufarbeitung machts keinen Sinn,
weiß der gute @IndikativJetzt

Ach ja und das Bündnis Sarah Wagenknecht gibt eine Pressekonferenz und alle sind ganz aus dem Häuschen, weil ja jetzt alles gut wird und aufgearbeitet wird auch.

Ich habe da so meine Zweifel. Da müssten und könnten die ja gleich bei sich selbst anfangen mit der Aufarbeitung. Im Spitzenpersonal gibt es genug Leute, die für eine Impfpflicht waren. Aber was weiß ich schon. Ich bin ja als Spaziergänger kein objektiver Bürger. So zumindest ihr Spitzenkandidat für die Europawahl.

Neues vom Libertären Milei aus Argentinien. Großartiges Kino. Da wird sicher bald alles gut sein, wenn erstmal die US-Oligarchen die Assets übernommen haben.

Halleluja: Die Stadträtin Anne Hübner antwortet auf einen Einwurf. Erste Antwort seit 2 Jahren aus dem Stadtrat.Das Intermezzo ist aber auch gleich wieder beendet. Auf die erste Antwort wäre ich meinen Neujahrsvorsätzen gemäß noch versöhnlicher geblieben. Leider hat sie es direkt darauf selbst verbocken müssen.

Solange die so agieren, sind sie nicht satisfaktionsfähig. Der Account „provoziert“ erinnert auf X täglich an die Verwerfungen der Coronazeit. Mit ihm schließe ich den Tag:

Dienstag, 9.1.24

Der Tag beginnt mit Pressefreiheit im Kanada Trudeaus, unserem Wertepartner, den die Truckerproteste aus dem Amt gespült haben, äh, der die Truckerproteste mit diktatorischen Mitteln niedergerungen hat. Da sieht man immer schön, was das Gelaber vom Wertewesten wert ist. Mich freut das sehr.

Kinder werden erneut als Marketingvehikel für Pharmakonzerne missbraucht, als ob es nie den Sündenfall des Panikpapiers gegeben hätte und die Täter machen wieder mit.

Schockierende Zahlen aus der Ukraine. 500.000 Tote war den „Guten“ der Versuch, Russland zu ruinieren, bereits wert und sie beanspruchen noch immer die moralisch höherwertige Position für sich. Es waren ja nicht ihre Väter und Söhne.

Nach “Der Spaziergang hat seine Unschuld verloren”, neue Ansage des Bundespräsidenten: Die Bäuerin hat ihre Unschuld verloren.

Färmerman auf X greift das bodenlose ÖRR-Framing treffend auf:

Ich habe einen Text geschrieben, warum ich denke, dass die Bauern und Unternehmer sich der Friedensbewegung anschließen sollten. Sie spüren die Auswirkungen selbst und es wäre eine sehr einfache und gemeinsame Forderung: Macht Frieden! Dahinter kann man sich doch gut versammeln.

Frankreich wird vom nächsten WEF-Zögling penetriert. Die haben aber auch ein unerschöpfliches Reservoir. Chapeau!

Nachdem ich am Vortag kurz Kontakt mir einer Stadträtin der SPD hatte, lief ich heute dem Vorsitzenden des Bezirksausschusses eines Münchner Stadtbezirks über den Weg. Die Aufarbeitung ist noch immer in weiter Ferne. Ich lass nicht locker. Solche Leute haben in keiner Funktion etwas verloren:

“Gestern schrieb ich: “Wer für eine Impfpflicht war, hat sich mit unserer Geschichte für einen Volksvertreter delegitimiert.” Das gilt für mich auf allen Ebenen, aber ich muss noch weiter denken. Heute traf ich zufällig den Vorsitzenden des Bezirkausschusses eines Münchner Stadtbezirks und sprach ihn an. Ich bat ihr, das Thema Aufarbeitung zu adressieren – im Bezirksausschuss, in der Partei, im Stadtrat. Erste Reaktion wie immer, immer, immer: Für die Maßnahmen war der Bezirksausschuss nicht zuständig. Also das “wir haben doch nur Befehle befolgt”. Da bin ich noch ruhig geblieben. Millionen Menschen gehen für ihre Interessen auf die Straße, ohne in irgendeiner Partei oder einem Gremium zu sein, einfach weil sie Bürger und damit für ihre eigenen Interessen zuständig sind. Und gewählte Vertreter sollen nicht zuständig sein? Ja, hakt es eigentlich? Wir leben in einer parlamentarischen Demokratie, wo genau das der Fall ist: Ich wähle und jemand anders ist zuständig. Funktioniert nicht, schon klar, aber wenn ich schon nicht mal den Bock habe, für die eigenen Bürger im eigenen Stadtviertel eine lebenswerte Umgebung zu schaffen, warum lasse ich mich dann überbaupt wählen? Weil es so geil ist, Müllprobleme an öffentlichen Plätzen zu lösen, statt zu versuchen, mal irgendetwas ganz Grundsätzliches zu bewirken? Ich sagte ihm also immer noch ruhig: Die Bürger im Viertel seiner Zuständigkeit konnten monatelang am öffentlichen Leben nicht mehr teilnehmen, nicht mit ihren Kindern ins Resraurant, ins Kino, ins Schwimmbad, ja nicht einmal in die Stadtbibliothek. Und das völlig grundlos, weil die Impfung weder Ansteckung noch Weitergabe des Virus verhindere. Darauf meinte er nicht etwa zunächst einmal, dass er bedauere, dass dies so passiert sei oder ähnliches. Nein, er bestritt diese glasklaren Tatsachen. Da könne man anderer Meinung sein. Nein, kann man nicht, wenn man nicht ins Lager der wirklichen Schwurbler wechseln oder dort verharren will. Ich habe ihm darauf deutlich gesagt, dass er sich gefälligst informieren solle. Ich bin felsenfest der Meinung, dass wir solche Leute nicht einmal in ehrenamtlichen Positionen brauchen, wenn sie uns die Grundrechte nehmen, nur weil sie zu faul sind, sich zu informieren. Dann lieber gar niemand und wir regeln das mit der kaputten Lampe im Park selber.”

Auf einmal schießt auf X der hashtag #LautgegenLinks auf Platz 1, wo er auch länger verharrt. Für mich ist das besonders ärgerlich, weil wir gerade – zum wiederholten Male versuchen – alle für den Frieden zusammenzubringen und die Spaltung zu überwinden. Und dann kommen da ein Haufen Spaßvögel, die nicht bis zur nächsten Tür gedacht haben und meinen, es sei eine gute Idee, das Werk der Mächtigen zu verrichten und bewusst zu spalten.

Es ist auch ärgerlich, weil ich mich immer noch als links sehe und diejenigen, die von denen vielleicht adressiert werden sollen, Rechte sind. Wer Krieg führt, für ukrainischen Nationalismus ist, wer Konzerne und Oligarchen stützt und in mein Selbstbestimmungsrecht über meinen Körper eingreift, ist nicht links. Der ist rechts. Die Unterscheidung hat nicht an Bedeutung verloren, auch wenn die, die sie jetzt auf einmal für ihre Aktion wieder wichtig zu finden scheinen, dies behaupten. Es gibt sie noch, die letzten, versprengten Linken mit festem Wertekorsett, die bereits den Woken und den Guten getrotzt haben und die Fackel gegen die Mächtigen weiter hochhalten.

Frieden

Neues Mobivideo für unsere Friedensdemo ist raus, Anfragen an Redner laufen. Tolle Zusagen sind bereits da. Ich bin schon ganz aus dem Häuschen.

Humor:

Ein Soja-Sören, der in seinem Leben vermutlich noch nie körperlich gearbeitet hat, versucht sich die Anhängerupplung rausrupfen, damit er künftig leichter einparken kann. Zur Belustigung der umstehenden Landbevölkerung für die das wie ein Ausflug in den Zoo gewesen sein muss. Was man da alles an exotischem Verhalten bewundern kann…

Und Freund Esser hat mal wieder zugeschlagen. Herrlich!

Der Provoziert des Tages: Better safe than sorry!

Mittwoch, 10.1.24

Noch immer ärgere ich mich über den Hashtag #LautgegenLinks, einen der dümmsten Hashtags in der Geschichte von X. #LautgegenMacht, #SchichtimSchachtmitderMacht, so viel Sinnvolles wäre möglich gewesen, aber man hat sich dazu entscheiden, das Werk der Mächtigen mitzuspielen und auch noch bei der Begriffsauflösung mitzuwirken. Neuerdings soll es ja auch schon Sozialismus sein, wenn Konzerne und deren Oligarchen die Macht übernehmen. Völlig irre. Das muss korrigiert werden. Ich halte das für essentiell. Zum Glück habe ich dazu mal ein Video von Prof. Rainer Mausfeld transkribiert und dies auf Knopfdruck parat. Es gibt keinen besseren:

#LautGegenLinks – die populäre Front “Und jetzt wird gesagt, das ist sozusagen die extremste Möglichkeit dessen, was links ist. Das hat natürlich mit den historischen Kategorien, mit den historischen Dimension von links nicht mal mehr Berührungspunkte. Deswegen ist es wichtig, sich noch einmal in Erinnerung zu rufen, was ist eigentlich mit links und rechts gemeint? Ich will Ihnen mal eine Minimaldefinition geben von sehr renommierten Soziologen aus den 50er Jahren, die sagen, mit links wollen wir ein Eintreten sozialen Wandels in Richtung größerer Gleichheit politisch, wirtschaftlich oder sozial bezeichnen. Mit rechts eben genau die Gegnerschaft dazu. Rechts ist, wer die jeweiligen Zentren der Macht – es war damals Monarchie, ökonomische Eliten und die Strukturen, auf denen diese Macht basiert. Damals die Kirche Kolonialismus, Sklaverei, heute Konzernkapitalismus zu stabilisieren und zu erhalten sucht. Das ist eine Bestimmung, die auch heute noch Gültigkeit hat. Links ist, wer sich für die Anerkennung der Gleichwertigkeit aller Menschen einsetzt und für eine demokratische Einhegung von Macht. Das war die Haupttriebfeder der Aufklärung. Alle Machtstrukturen haben, ihre Existenzberechtigung nachzuweisen und sich der Öffentlichkeit gegenüber zu rechtfertigen, sonst sind sie illegitim und somit zu beseitigen.” (Prof. Rainer Mausfeld) Oft wird gesagt, links und rechts gebe es nicht mehr. Das habe sich aufgelöst. Das sehe ich anders. Vorgeblich Linke haben in der Coronakrise schlichtweg rechte Positionen vertreten und linke Positionen wurden von den Mächtigen als rechts oder rechtsextrem verunglimpft. So sehe ich das. Ganz enspannt. Als Einordnung einer grundsätzlichen Vorstellung, wie eine Gesellschaft aussehen kann, halte ich die Kategorien für hilfreich. Über das #wiewollenwirleben sollte man inhaltlich diskutieren, gerne auch mal streiten. Man kann, man sollte diese Kategorisierung jedoch ablehnen, wenn sie der Spaltung dienen und sie so nicht verwenden und sich damit verwenden lassen. Ich denke, sich daran nicht spalten zu lassen, ist ein Lernweg, den es sich zu beschreiten lohnt. Hashtags wie #LautGegenLinks dienen der Spaltung. Spaltung ist ein Instrument der Herrschaft. Sie dient den Mächtigen, die eigentlich zu adressieren wären und mehr noch diejenigen, die nicht öffentlich in Erscheinung treten als diejenigen, an denen wir uns täglich abarbeiten.”

Ein paar andere größere Accounts stimmen zum Glück in meine Kritik ein. Ich melde mich erstmal weitgehend bei X ab. Es ist immer das Gleiche. Ich hatte schon am 8.10.23 ein Déjà-vu, das mich zur Abmeldung zwang, als auf einmal die ach so Aufgeklärten die Gräuelpropaganda Israels UND der Hamas durch die Timelines jagten. Nix gelernt. Und so sieht es wohl aus. Das muss man konstatieren. Es wiederholt sich, immer und immer wieder und hält die kritischsten Geister beschäftigt. Über die Hashtags und Telegram bekommt man eh mit, was das erfolgreichste Empörungsmanagement des Tages ist, das uns die Mächtigen zu Fraß vorgeworfen haben. Dazu muss man nicht auf Twitter leben. Es reicht ein Blick und die besten Kommentare. Das zumindest muss sein. Ich will ja schließlich hier weitermachen, wo ich doch grad erst angefangen habe.

Es gibt eine Correctiv-Recherche über ein unfassbar geheimes Treffen mit völlig geheimen Inhalten, die so ähnlich nicht etwa auch von anderen Parteien geäußert oder in Büchern veröffentlicht worden wären. Mit involviert in die Einladung zu diesem Treffen ist ein Mitgesellschafter der Franchisekette „Hans im Glück. Sofort beginnt die CancelCulture ihre Zersetzung, die innerhalb Tagesfrist dazu führt, dass man sich einvernehmlich trennt. Ich bin dort früher gerne mal Essen gegangen, aber das war vor Corona. Es ist ein absurdes Schauspiel. Es geht nicht um Werte. Es geht um Geld. That’s it.

Gut dass die Recherche vom 25. November 2023 jetzt noch rechtzeitig zu den Bauernprotesten veröffentlicht werden konnte und bereits ein Theaterstück geschrieben ist, das bereits einen Tag nach Veröffentlichung der Recherche einstudiert und ausverkauft war und das nächste Woche aufgeführt wird. Das war knapp.

Bert Ehgartner hat einen Super-Beitrag zum Landgrabbing geschrieben. Ich wollte meinen ursprünglichen Beitrag nicht noch mehr überfrachten, da er eh schon so lange geworden ist. Da hätte noch viel mit hineingehört, auch überbordende Bürokratie beispielsweise. Aber das hat er besser auf den Punkt gebracht und Facetten mit eingebracht, die ich nicht gesehen hatte. Bitteschön:

“Viele verstehen nicht, worum es den Bauern bei den landesweiten Protestaktionen geht. Das Streichen des Diesel-Rabatts sei ja wohl kein Grund einen Aufstand zu starten. Der Hauptgrund vielleicht nicht, aber ein Anlass. Die Bauern Deutschlands haben gemerkt, woher der Wind weht: Sie stemmen sich gegen eine internationale Entwicklung, in der Billionen-schweren Verwalter diverser Fonds, Risikokapital-Anleger und Milliardäre in Komplizenschaft mit dem Europäischen und US-amerikanischen Finanzsektor riesige Anteile der landwirtschaftlichen Fläche erwerben, um daraus Profit zu schlagen. Noch immer gehen zwei Drittel des EU-Budgets in den Agrarsektor. Und dort, wo es staatliche Förderungen gibt, wachsen die Begehrlichkeiten der Konzerne und ‘Investoren’. So wie sich die Regierungen der westlichen Staaten – mit ihrem Konglomerat aus Industrie-Lobbyisten und Polit-Hazardeuren – heute darstellen, dienen ihre ökonomischen Lenkungsmaßnahmen vor allem dazu, das von den Bürgern erwirtschaftete Vermögen inklusive der Steuern zum Großkapital umzuleiten. Der Agrarsektor übt auf diese Elite-Klasse globalen Parasitentums deshalb eine enorme Anziehungskraft aus. Wie es Staaten ergeht, die sich dem westlichen Finanzsystem als Vasallen andienen, zeigt sich drastisch am Beispiel der ukrainischen Landwirtschaft. Die Ukraine gilt als Kornkammer Europas und besitzt 33 Millionen Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche. Etwa ein Drittel davon sind “Schwarzerde”-Äcker. Sie gelten als die fruchtbarsten Böden der Welt. Seit der von den USA massiv unterstützten “Maidan-Revolution” im Jahr 2014 hat die Ukraine eine pro-westliche Regierung. Eines der wichtigsten Vorhaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj war eine Landreform, die er 2021 – gegen den Widerstand des Großteils der heimischen Bauernschaft – durchzog. Profitiert haben davon ukrainische Oligarchen und deren westliche Finanz-Partner. Heute gehören mehr als 9 Millionen Hektar – das sind rund 28% der ukrainischen Ackerfläche – solchen Investoren. Die Tendenz ist stark steigend – unter anderem auch deshalb, weil viele Landwirte derzeit an der Front fallen und die Familien keinen Ausweg sehen, als den Verkauf. Bei den größten Landbesitzern handelt es sich um ausländische Interessengruppen – hauptsächlich aus Europa und Nordamerika, darunter ein in den USA ansässiger Private-Equity-Fonds und der Staatsfonds von Saudi Arabien. Mit einer Ausnahme sind die zehn größten Landbesitzer alle im Ausland registriert, hauptsächlich in Steueroasen wie Zypern oder Luxemburg. Mehrere dieser Unternehmen sind an die Börse gegangen, wobei westliche Banken und Investmentfonds wie Vanguard & Co. nun einen erheblichen Anteil ihrer Aktien kontrollieren. Allein die 6 größten Landbesitzer der Ukraine haben von Europäischer Investment Bank und Weltbank rund 1,7 Milliarden US-Dollar erhalten. Die restlichen 8 Millionen ukrainischen Landwirte stürzen währenddessen zunehmend in die Armut ab. Auch deshalb, weil sie mit den Preisen der bestens geförderten und maschinell hoch gerüsteten Konkurrenz in keiner Weise mithalten können. Auch in Deutschland übernehmen immer mehr Investoren frei werdende Agrarflächen, die genau null mit traditioneller Landwirtschaft zu tun haben. Die verbliebenen privaten Landwirte zu zermürben und zum Verkauf zu bewegen, ist das inoffizielle Ziel der EU-Agrarwirtschaft. Und darum sind die Bauern auf der Straße.”

Abschließend: Der tägliche Grüne kam heute erneut von Cem Özdemir, der sich zur Kritik der Bauern an ihm wie folgt äußerte:

„Mit mir haben es die Landwirte natürlich schwerer, weil ich eine dreifache Zumutung bin: Ich habe ein Ö im Namen, also türkische Wurzeln, bin Vegetarier und auch noch Grüner.“

Ich find das gut, dass aus Özdemir immer mal wieder die Ehrlichkeit herausbricht. Richtig erfrischend ist das.

Gleichwohl: Als linker Ökopax und Freund ökologischer Landwirtschaft werde ich mit meinen 2 Ü im Namen sicher nicht mit Namensschild zu den Bauern wagen. Ich denk, ich greif zurück auf FFP2. Better safe than sorry!

Der heutige Volltreffer von provoziert auf X:

Donnerstag, 11.1.24

Alle reiten weiter auf dem Correctiv-Gaul mit der Remigration, Habeck hat in der Moschee 2 verschiedene paar Socken angehabt, Lauterbach mag an 7 Millionen Euro Homöopathie sparen, um die Krankenkassen zu sanieren, die die paar hundert Milliarden Schäden durch sinnlose Käufe an Impfstoffen und Paxlovid sowie die Folgen der Coronamaßnahmen ausgleichen sollen. Ich bin zuversichtlich, dass die Rechnung aufgeht und froh, da gerade zu pausieren. Es ist langweiligstes Empörungsmanagement, aber das Hamsterrad läuft auf Hochtouren. Da kann man mit der Umsetzung der eigentlichen Agenda in Ruhe weitermachen.

Wobei ich da jetzt vielleicht manchem Unrecht tue. Habeck traue ich es zu, dass es ihm entweder egal ist, wie er rumläuft, weil er sich für Gott hält oder er absichtlich so trottelig wirken mag, damit andere nicht erkennen, dass er meint Gott zu sein und ihn für ungefährlich halten. Vielleicht ist es auch eine Mischung. Und Lauterbach hat das mit der Homöopathie wissenschaftlich begründet, weil nachgewiesen sei, dass sie nicht krank macht wie die Medikamente die er bevorzugt und die dann einen weiteren Absatznutzen für die Pharmaindustrie haben und daher alternative Behandlungsmethoden weg müssen. Also gut, das hat nicht er gesagt, das sage ich. Ich übersetze aber ja nur, was ich verstanden habe.

Die wesentlichen Fragen werden bei den Verantwortlichen vermutlich eh nicht gestellt oder nicht gesehen. Man suhlt sich in seinem Sumpf. Wenn es darum ginge, die AfD zu schwächen, wäre das eigentlich sehr einfach:

Was ist denn gefährlicher? Ein paar Leute, die sich treffen und unappetitliche Dinge besprechen oder eine Regierung und Medienlandschaft, die unsere Brandmauern gegen den Faschismus eingerissen und Millionen Menschen in ein medizinisches Experiment genötigt haben, das viele nicht und noch mehr schwer versehrt überlebt haben. Nicht in der Theorie, sondern in der Praxis. Diese Leute haben sehr viele Menschenleben auf dem Gewissen. Menschenleben scheinen ihnen aber egal zu sein, das sieht man auch in der Ukraine, wo man schulterzuckend Hunderttausende geopfert hat.

Dafür und für die Milliarden Euro deutsche Steuergelder, die an ukrainische Oligarchen und die Oligarchen von Rüstungsunternehmen flossen, bekommen die größten Helden vom ukr. Präsidenten die Medal of Donor.

Ich überlege währenddessen in der kommenden Woche nach Davos zum WEF zu fahren und beim Gewinnerteam anzuheuern, weil ich mich noch immer so über den strunzdummen Hashtag LautgegenLinks ärgere. Wir sind verloren.

Gedanken zum Bauernprotest:

Die sind natürlich von Putin finanziert. Das sage nicht ich. Das sagt Robert Habeck. Doch echt. Der Nachdenkseiten-Journalist Florian Warweg hat mal wieder das gemacht, was sonst in der BPK keiner macht. Er hat nachgefragt und siehe da: Propaganda. Völlig nackig stehen die auf solche Fragen da herum und das bei den aktuellen Minusgraden. Wenn sich da mal keiner was holt.

Das ist natürlich unsäglich, aber ich habe auch Fragen:

Antwort: Eine Bewegung von unten könnte übrig bleiben: geeint und stark, dies sich nicht so leicht von Funktionären und janusköpfigen Politikern befrieden lässt, wenn ein unwichtiges Etappenziel erreicht ist. Ich habe weitere Fragen und hoffe, dass eine Emanzipation gelingt:

#Bauernproteste Wenn es auf die Versorgung der lokalen Bevölkerung mit Lebensmitteln ankommt, warum schielt man auf den Weltmarkt, thematisiert nicht sog. Freihandelsabkommen, hochsubventionierte Fleischproduktion (sic!) und -exporte, die zur Vernichtung von Biodiversität in Südamerika und lokaler kleinbäuerlicher Strukturen in afrikanischen Ländern beitragen? Warum tritt man nicht ein für ein System, das die Leistung wertschätzt und gegen die Machtkonzentration der Handelsriesen aufbegehrt? Warum begehrt man nicht gegen das Landgrabbing von Konzernen und Oligarchen und deren Lobbyorganisationen, insbesondere gerade das WEF auf? Warum tritt man nicht ein für ein komplett anderes Wirtschafts-, Steuer- und Subventionssystem, das gemeinwohlorientierte Leistungen wertschätzt statt nach oben umzuverteilen und zu konzentrieren, indem Flächenprämien bezahlt werden, von denen die größten Landeigner profitieren? Das es Bürgern erlaubt, über mehr Einkommen für gesunde und hochwertige Lebensmittel zu verfügen indem man ihnen lediglich einen Bruchteil der akuellen Abgaben- und Steuerlast abknöpft, weil man aufhört, Rüstungs- und Pharmakonzerne und deren Oligarchen zu finanzieren? Warum unterstützt auf der anderen Seite die Bürgerrechtsbewegung Proteste des Bauernverbands und damit auch den Einsatz von Pestiziden und Gentechnik und ein “wachse oder weiche”, statt einer möglichst vielfältigen, ökologischen Landwirtschaft. Ich könnte noch lange so weiter machen, aber ich denke, es wird klar, dass wir hier eigentlich erst am Anfang einer Diskussion stehen, die erst noch geführt werden muss. Ohne Klarheit über Inhalte und Interessen maßgeblicher Akteure kann ich nicht mitdemonstrieren, nur weil sich “endlich mal was bewegt und was geht”. Ja, was geht denn genau? Ist das plötzlich egal? Der Protest steht aus meiner Sicht erst am Anfang auch eines Selbstfindungsprozesses, der sich von unten organisieren und nicht spalten lassen sollte und sich deshalb von Machtstrukturen und Herrschaftsverhältnissen lösen sollte. Auch von Parteien und Verbänden. Ob das gelingt, wird sich zeigen.

Auf Club der Klaren Worte erscheint ein super Text zum „Nahrungsmittelmonopol“:

Der Bundeskanzler entdeckt die roten Linien wieder, die er abgeschafft hatte, als Millionen Menschen entgegen dem Nürnberger Kodex in ein medizinisches Experiment genötigt werden sollten.

Ein Organisator regelmäßiger Versammlungen erläutert mir, dass die Gegenseite strategisch nichts auf der Pfanne hat. Die Gegenseite, die über schier unerschöpfliche personelle und finanzielle Reserven verfügt, bestens vernetzt ist und alle Institutionen durchdrungen hat. Über die haben wir geredet. Die haben so wenig auf der Pfanne, dass viele im täglichen Empörungsmanagement gar nicht mitbekommen, dass die unbeirrt weiter ihre Agenda zimmern und umsetzen. Mit dieser Naivität sind wir verloren.

Ich muss nachdenken, wie wir weitermachen. So kommen wir nicht weiter.

Frieden:

Israel muss sich vor dem Internationalen Strafgerichtshof verantworten:

Die Doppelmoral der Grünen wirkt wie täglich folgenlos, aber doch für kritische Geister erhellend und erheiternd entblößend.

Es gibt auch positive Nachrichten: Unser Gesundheitssystem könnte schon viel maroder sein, wenn die Behandlungen der Impfopfer hierzulande genau so viel kosteten wie in den USA:

Das sind konkret die Menschen, die im Stich gelassen und von den Guten auch noch verhöhnt werden. Auch daran kann man deren Doppelmoral und Heuchelei schön erkennen. Nur sie nicht. Die merken nichts mehr.

Wieler und Chichutek werden mit dem Bundesverdienstkreuz gekennzeichnet, damit man sie bei der bevorstehenden Aufarbeitung leichter wiederfindet und ich finde es ohnehin gut, nachdem sie uns eine so wunderschöne Pandemie zusammengestellt haben:

Ein bisschen werden wir schon noch brauchen. Bis dahin gilt erstmal: Ja nicht hinterfragen und wenn doch, kriegt ihr nix

Den Provoziert des Tages gibt es heute als eindrückliches Video. Ich hatte wieder Gänsehaut.

Freitag, 12.1.24

Nachdem der WEF-Zögling in Frankreich neuer Premierminister wurde, hat er seinen Lebensgefährten zum Außenminister gemacht, schreibt Ernst Wolff auf Twitter.

Ok, es soll der Ex-Partner sein. Aber ich liebe alles daran. Es ist alles wunderschön. 2024 wird ein zünftiges Jahr. Die letzten Jahre waren langweiliges Vorgeplänkel mit noch zu hohen Schamgrenzen. Es ist ein sehr teures Theaterstück für uns Bürger, aber es ist jeden Cent wert. Meine Meinung.

An die Demokratie-Nachzügler: Bitte sowas nicht ernsthaft kritisieren. Sonst seid Ihr auch Nazis. Das hat schon alles seine Richtigkeit so!

Ich bin ja 2023 auch in eine Partei eingetreten. Aber um an die Regierung zu kommen, frage ich mich langsam, wen ich penetrieren muss, damit mich das WEF in eine Regierung penetriert. Dagegen ist ja der Graichenclan fast schon deutsche Biederkeit. Wobei wir natürlich noch immer zu wenig wissen. Spaß beiseite, oder vielmehr den Ernst. Was ganz anderes. Hatten wir noch nicht:

Bauernproteste und der Bauernverband

Ich bekomme Nachrichten. Warum ich denn die Bauernproteste so kritisiere?

Antwort: Das tue ich doch gar nicht. Zumindest nicht pauschal. Ich bin froh um jeden, der sich für seine Interessen einsetzt und auf die Straße geht. Das sage ich als jemand, der seit Jahren Menschen auf die Straße bringt. Das ist die Essenz von Demokratie.

Ich rege nur an, genau hinzuschauen, was die Akteure und die Forderungen betrifft und da sehe ich regionale Unterschiede, wo mir der Protest eher von unten organisiert erscheint und dorthin geht, wo es weh tut. Meine Kritik war gerichtet auf München, so wie ich es hier wahrgenommen habe. Ich sehe den Bauernverband nicht als Verbündeten der kleinen Betriebe.

Weil der Ärzteverband nicht die Interessen der Menschen und der Ärzte wahrgenommen hat, haben sich Ärzte in der Coronakrise zusammengeschlossen, um ihre Interessen und die der Menschen zu vertreten – das Gemeinwohl, nicht das Wohl von Konzernen und ihren Oligarchen.

Ich sehe hier Parallelen. Bauern waren schon von Beginn an mit bei unseren Protesten in der Coronazeit dabei, haben diese zum Teil auch mitorganisiert. Ich kenne Beispiele aus dem ökologischen, aber auch aus dem konventionellen Bereich. Sie haben sich auch zusammengefunden unter Land schafft Verbindung. Aber bereits weitvorher haben sich Bauern in anderen Vereinigungen zusammengefunden, wie der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) oder in Bioverbänden wie Naturland, Bioland oder Demeter.

Es gibt auch und gerade für Kleinbetriebe gute Gründe, die Forderungen, die der Auslöser für die Demonstrationen zu sein scheinen, zu unterstützen. Die Rücknahme der Subventionen trifft gerade die kleineren Einheiten mit wenig Umsatz besonders stark, ebenso beispielsweise wie die überbordende Bürokratie, für die sich Großbetriebe Angestellte leisten können. Gerade die Vielfalt der Betriebe wäre es jedoch wert, dass man sie erhält, will man die Konzentration zu immer weniger und immer größeren Betrieben und Landeignern verhindern. Daher haben sie meine volle Unterstützung bei ihrem Protest.

Meine Kritik richtet sich eher an die Funktionäre und Politiker, die den Protest von oben okkupieren und meine Befürchtung ist, dass sie ihn zu befrieden versuchen, sobald für diese Probleme eine – vorübergehende – Lösung gefunden wurde. Das nähme dem Protest den Wind aus den Segeln und könnte ihn vielleicht insgesamt befrieden. Angesichts des Szenarios, das jedoch weiterhin droht, wäre das verheerend.

Natürlich habe ich auch inhaltlich Kritik am Bauernverband. Aber die habe ich ja nun schon hinlänglich geäußert. Für mich ist jedenfalls eine Versammlung des Bauernverbands nicht attraktiv. Ich wünsche mir einen Protest von unten und ein gemeinsames Lernen mit Offenheit, wohin denn die wirklich bedenklichen Entwicklungen gehen könnten und wo die größten Gefahren lauern. Die sehe ich in der zunehmenden Machtkonzentration. Den Bauernverband sehe ich als einen Akteur der Macht.

In Nürnberg spricht Markus Söder auf dem Bauernprotest. Ja DER Söder. Fragt doch nicht mich. Ich weiß es doch auch nicht. Ich schreib mein Unverständnis dazu ja nur seit einem Monat. So wie oben.

Die Gutenden demonstrieren auch. Vor dem Kanzleramt. Gegen Demokratie. Also für ein AfD-Verbot.

und am Tag drauf gleich auch wieder. Und vermutlich ab jetzt jeden Tag, weil dann wird alles gut.

Die Frau von der Correctiv-Recherche, die vormals mithalf, die AfD mittels einer Forderung nach Impfpflicht groß zu machen, ist jetzt gespannt, ob der Bundeskanzler seine roten Linien wieder entdeckt.

Vormals war sie noch bei der Welt, jetzt ist sie in einem Laden, der von Steuergeldern mitfinanziert wird, nachdem ihn George Soros mit angeschoben hatte, um uns allen die reine Wahrheit zu bringen. Wer mehr über die Faktenvernebler und deren Zweck im antidemokratischen Gefüge wissen mag, wird bei Norbert Häring und Michael Meyen fündig. Jedenfalls klappt es gut und ein Rad greift ins andere und zack, da hat sich der Bundeskanzler wieder an rote Linien erinnert (!), die er für die Impfpflicht eigentlich ja abgeschafft hatte.

Eine Petition gibt es dazu natürlich auch. Vom Volkszersetzer, äh Volksverpetzer:-) Wird beworben von moralischen Größen wie Ruth Moschner, die schon in der Coronakrise ihr festes Wertekorsett unter Beweis gestellt und so der AfD erst zu der Blüte verholfen haben, gegen die sie jetzt anbetteln. Irre.

Und endlich wird auch Igor Levit glücklich sein, der im Postcast Freiheit Deluxe (!)) bei Jagoda Marinic schon sein Leid klagen durfte, dass es keinen Volksaufstand gegen rechts gibt. Dass er mitgeholfen hat, die AfD groß zu machen, als er sich mit seinem Freund Karl nicht die Laune verderben lassen wollte bei dessen Verächtlichmachung der Demokratie im Vorfeld der größten systematischen Ausgrenzung seit damals, zu der ich in der Folge keine Äußerung mehr von ihm kenne, das kann er offensichtlich nicht erkennen.

Nur wenige haben aus meiner Sicht einen klaren Blick und noch weniger können das so schön auf den Punkt bringen, wie die Journalistin Beatrice Achternberg hier:

Etwas länger im Cicero:

Ist ja auch nicht so, dass das alles pure Heuchelei wäre. Achso, Ironie und Sarkasmus funktionieren ja nicht im Netz: Doch ist so. Es ist pure Heuchelei.

Und es ist ein Stimmenbeschaffungsprogramm für die AfD. Was soll das bezwecken? Dass die dann an die Macht kommen und die Impfpflicht einführen? Das wäre der natürliche Lauf der Dinge, so wie die Friedensfreunde mit den Äuglein geblinzelt haben, als die Grünen Jugoslawien platt machen wollten, um keinen neuen Holocaust entstehen zu lassen und die SPD Hartz4 einführte. Ich fände das toll.

In Brandenburg geht der Coronauntesuchungsausschuss weiter.

Man könnte aus meiner Sicht die AfD halbieren statt sie weiter zu stärken, wenn man die Aufarbeitung… Ach lassen wir das. Ich wiederhole mich.

Frieden:

Frieden? Also der Wertewesten wirft jetzt erstmal Demokratie und Menschenrechte ab, wie immer.

In Deutschland wurde jeder als Antisemit beschimpft, der das Wort Genozid in Bezug auf den Gaza-Krieg benutzt hatte. Es war auf einmal völlig in Ordnung, tausende Frauen und Kinder umzubringen und ganze Städte dem Erdboden gleich zu machen, und ein Volk zu vertreiben.

Jetzt verhandelt der IGH diese Frage auf einen Antrag Südafrikas mit Unterstützung einiger anderer Länder – außerhalb des Wertewestens.

Eim Vorletztes: Der Woke Mob hat gelogen. Interessiert aber eh wieder keinen.

Ein Letztes: Typisches Kurzgespräch mit der anderen Seite. Sie werden es nicht verstehen, solange sie nicht bereit sind, zuzuhören und weiter in ihrer eigenen Welt verharren. Wenigstens endete es dieses Mal ohne Beleidigungen. Das ist schon viel wert und nicht selbstverständlich.

Wo diese Leute Recht haben. Die Kritik entlädt sich gerade an den Grünen. Verantwortlich für diese Zustände war ein über viele Jahre CDU/CSU geführtes Ressort und auch für die Abschaffung der Subventionen gab es eine breite Mehrheit. Da macht es fassungslos, wenn Söder sich genau auf diesen Bauernprotest stellt und nicht gnadenlos ausgepfiffen wird. Das ist der Grund, warum es mich da nicht hinzieht.

Ein Allerletztes: Die tägliche Erinnerung an das gute New Normal:

Samstag, 13.1.24

Zeitenwende, persönliche

Heute ging für mich eine Ära zu Ende, ein aufregendes Jahrzehnt, das vielleicht gar nicht so aufregend klingen mag, aber für mich eine ungeheuere Bedeutung hatte.

Ich habe nach ziemlich genau 1 Jahrzehnt das letzte Gemüse meiner SoLaWi verkocht. Aber von vorn.

Vor einem Jahrzehnt war mein 40. Geburtstag. Ich habe immer gesagt, da schaue ich dann mal, wo ich stehe und was ich so bewirkt habe. Habe ich die Welt zu einem besseren oder einem schlechteren Ort gemacht? Das ist eine wichtige Frage für mich. Kurz vorher hatte ich das erste Mal von TTIP gehört, das als sog. Freihandelsabkommen geframed wurde, in Wirklichkeit aber Konzernmacht gestärkt sowie den Rechtsstaat geschwächt hätte. Ich war elektrisiert. Das konnte doch nicht wahr sein. Kurz darauf war ich auf einem Vortrag des Postwachstumsforschers Niko Paech bei der ÖDP in München, der mich sehr nachdenklich gemacht hat.

Eine Konsequenz damals war für mich neben dem dann starken Einsatz gegen die Freihandelsabkommen neueren Zuschnitts der Kauf eines Großraumtickets für den ÖPNV und der Eintritt in eine solidarische Landwirtschaft. In dieser war ich bald so etwas wie der politische Arm, organisierte Proteste gegen TTIP, CETA, etcetera. Ich half bei der Gründung des gemeinnützigen Vereins, in dessen Vorstand ich auch war. Von dort aus initiierte ich den Münchner Ernährungsrat, um die Ernährungswende ins Münchner Rathaus zu bringen, wo sie unter CSU und SPD keinen Platz hatte. Weil dies nicht wie gewünscht gelang, versuchte ich, mit der Kommunalwahl und einem riesigen dafür gegründeten Bündnis, den Stadtrat auszutauschen, was (rückwirkend leider) gelang.

Leider hat mein Engagement Corona und den Ukrainekrieg nicht überlebt. Unsere Wege gingen auseinander und das lag sicher zu einem Teil auch an mir. Ich habe zwar nicht ganz die Fähigkeiten unserer Außenministerin, aber ein Spitzendiplomat wäre aus mir sicher auch nicht geworden. Hier habe ich einmal etwas dazu erzählt und rege noch immer den Eintritt in eine SoLaWi an. Es sprechen sehr viele gute Gründe dafür.

Das Verrückte ist, dass ich damals auch in die SoLaWi eingetreten bin, weil es für mich ein Mittel war, eine starke Gemeinschaft zu bilden über die Lebensmittelversorgung hinaus. Wir dachten an KiTas und Schulen, an Pflegeeinrichtungen und ich liebäugelte auch mit einer Regionalwährung. alles auch, um Resilienz und regionale Wirtschaftskreisläufe zu schaffen mit einer starken Gemeinschaft, die sich zu einem großen Teil aus sich selbst heraus versorgen kann. Es ist völlig grotesk, dass ich jetzt ausscheide, wo ich sie angesichts des bevorstehenden Orkans am Meisten bräuchte.

Ich schreibe diesen Text auch deshalb, weil ich neben dem Kochen Milena Preradovics Interview mit Dr. Ulrich Gausmann über alternative Projekte gehört habe, in dem es genau um solche Projekte geht.

Es gibt keine Zufälle, wobei ich unsicher bin, ob ich das gekocht habe, weil das Interview lief oder ob ich es hörte, weil ich kochte;-) Falls Ihr dem Interview zustimmen solltet: Ihr wisst schon, dass der Mann von System Change redet, also von etwas Ähnlichem wie Fridays for Future oder die Letzte Generation. Ich wollte das nur nochmal gesagt haben, damit da keiner in eine Falle tappt und hernach das Gschrei groß ist.

Ich finde der Mann hat Recht. Und deshalb habe ich diese meine Geschichte hier erzählt und werde versuchen, meine Reihe #wiewollenwirleben zeitnah wieder aufleben zu lassen und auszubauen. Ich denke, wir wären bei dem Orkan, der vor uns heraufzieht, gut beraten, zügig mit dem Aufbau resilienter Gemeinschaften zu beginnen.

Eigentlich erzähle ich die Geschichte, weil ich hoffe, dass sie ein paar Leute inspiriert, das zu machen. Ich habe hierfür bereits tausende Stunden ehrenamtlich investiert. Ich würde dieses Mal einfach nur gerne irgendwo beitreten. Macht mal und sagt Bescheid;-)

Was war sonst noch?

Kindergeburtstag war. 12 Kinder. Da schreib ich nix mehr. Da trink ich Schnaps!

Nur noch eine wichtige Erkenntnis. Denkt mal drüber nach:

Sonntag, 14.1.24

Hallo? Ist noch jemand da? Ich weiß. Ich leide wohl an LongWrite oder so. Corona ist schuld. Und Putin. Und der Klimawandel. Die sind an allem Schuld.

Heut ist Sonntag. Tag des Herrn. Da haben die Empörungsmanager ihren freien Tag. Da kommt also eh nix. Außer dem kurzen Textlein hier, falls Ihr es bis hier geschafft habt. Ansonsten:

Tl;dr: Nichts wesentliches. Alles normal. Rest war nur Spaß. Guten Start in die Woche. Einfach weitermachen. Ich kann Euch beruhigen. Es gibt keine Probleme, es gibt kein digitales Gefängnis oder derlei Schwurbeleien und falls Ihr doch mal was von CBDC und digitaler ID oder so hören solltet, macht das halt einfach wieder weg. Hier die Anleitung:

Und damit wünsche ich einen guten Start in eine weitere Woche mit sinnlosem Empörungsmanagement.